Snake AI Extreme Edition: eine Schlange, die nicht vom Zufall geleitet wird
Der neue Antigravity-Agent hat bei meinem ersten Versuch in 16 Sekunden ein einfaches autonomes Spiel für mich geschrieben. Es sieht aus wie ein neonales neuronales Netzwerk aus der Retro-Zukunft, aber unter der Haube laufen ehrliche Algorithmen: BFS, Tail Chasing und Flood Fill.

Ich teste den neuen Antigravity-Agenten. Beim ersten Versuch schrieb er mir in 16 Sekunden ein einfaches Spiel.
Das ist nicht so schlimm.
Das Ergebnis sieht ein wenig aus wie ein neonales neuronales Netzwerk aus der Retro-Zukunft: ein als mobiles Display getarntes Terminal, eine grüne Schlange, ein Apfel, Partikel, Bildschirmzittern und direkt in Python generierte 8-Bit-Sounds.
Aber das Interessanteste ist nicht das Aussehen. Das Interessanteste ist, was unter der Haube passiert.

Die Schlange ist nicht zufällig
Diese Schlange folgt nicht zufällig. Jeder Schritt wird mithilfe klassischer Algorithmen berechnet.
BFS, Breadth-First Search, sucht nach dem kürzesten sicheren Weg zum Apfel. Wenn der Weg frei ist, geht die Schlange direkt auf das Ziel zu.
Tail Chasing beginnt, wenn der Weg zum Apfel riskant wäre. Die Schlange folgt lieber ihrem eigenen Schwanz und wartet auf eine bessere Position. Es ist ein überraschend eleganter Trick: Anstatt einer Belohnung nachzujagen, erhält es Platz zum Leben.
Hochwasserfüllung wird in schwierigeren Situationen verwendet. Der Agent berechnet, in welcher Richtung er den meisten freien Platz hat, um nicht in die Falle zu geraten.
Das sind alles gute alte Algorithmen. Keine Magie. Kein neuronales Netzwerk. Und doch sieht das daraus resultierende Verhalten fast intelligent aus.
Ist es also KI?
Es hängt davon ab, wie streng wir sein wollen.
Es ist kein neuronales Netzwerk. Der Name NEURAL NETWORK HAD-2000 ist ein rein geschäftlicher Hinweis, da er deutlich besser klingt als BFS + Flood Fill hatte.
Gleichzeitig ist es aber ein Agent, der den Zustand der Umwelt wahrnimmt, Optionen bewertet, Risiken optimiert und autonom handelt. Im praktischen Sinne macht es also genau das, was wir von einem kleinen Spieleagenten erwarten.
Nur anstatt etwas zu „raten“, berechnet er es einfach.
Was mir daran gefällt
Das ist eine Kleinigkeit. Übungen. Ein Wortspiel.
Aber gleichzeitig ist es schön zu sehen, wie sich die Programmierung verändert. Früher saß man abends an einem solchen Prototypen und optimierte Rendering, Spielschleifen, Kollisionen, Punktestände und Schlangenverhalten. Heute braucht es nur noch einen guten Input, ein paar Iterationen und schon ist in wenigen Minuten etwas Brauchbares als Grundlage entstanden.
Nicht, weil KI das Denken ersetzen wird. Vielmehr, weil es die Reibung zwischen der Idee und der ersten funktionalen Form beseitigt.
Und dann kommt der spaßige Teil: die Entscheidung, was man daraus macht.
Ein kleines Terminalspiel? Algorithmus-Tutorial? Eine mobile Retro-Spielhalle? Oder einfach nur eine Erinnerung daran, dass Programmieren wieder ein bisschen wie ein Spiel sein kann?
Für mich ist es das Letzte.
Nur weil ein Agent in 16 Sekunden eine autonome Schlange baut, heißt das nicht, dass das Spiel vorbei ist. Das bedeutet, dass der Start plötzlich fast frei ist.
Und das sind gute Nachrichten für alle, die mehr Ideen als Zeit haben.