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·Jan Tyl·3 min Lesezeit

CzechCrunch hat über uns geschrieben: Mit Leoš Kyša über KI, Schreiben und wie sich unser Denken verändert

Über uns ist ein Artikel auf CzechCrunch erschienen, einem der einflussreichsten tschechischen Online-Magazine über Startups, Technologie und die digitale Wirtschaft. Mit dem Schriftsteller Leoš Kyša habe ich darüber gesprochen, wie wir über KI denken — nicht nur als Technologie, sondern als Werkzeug, das verändert, wie wir denken, erschaffen und entscheiden. Vielleicht ein „unbequemer" Standpunkt, aber gerade deshalb lesenswert.

CzechCrunch hat über uns geschrieben: Mit Leoš Kyša über KI, Schreiben und wie sich unser Denken verändert

Es ist ein Artikel über uns auf CzechCrunch erschienen 👇

Mit dem tschechischen Schriftsteller Leoš Kyša habe ich darüber gesprochen, wie wir über KI denken — nicht nur als Technologie, sondern als Werkzeug, das verändert, wie wir denken, schaffen und entscheiden.

Vielleicht ein „unbequemer" Blickwinkel, aber gerade deshalb lesenswert 🙂

Leoš Kyša und Jan Tyl auf der Bühne der Konferenz CzechCrunch Future. Foto: Thomas Habr / CzechCrunch

Wo es erschien und wer dort über uns berichtet

CzechCrunch ist eines der einflussreichsten tschechischen Online-Magazine zu Wirtschaft, Technologie, Startups und digitaler Ökonomie — die Art Medium, dessen Artikel am nächsten Morgen die Hälfte der tschechischen CEOs, Investoren und Gründer liest. Wer dort erscheint, wird vom richtigen Publikum wahrgenommen.

Über uns geschrieben hat dort am 26. April 2026 die Redakteurin Michaela Prešinská — unter dem markanten Titel „KI-Gegner sind wie die Dorfbewohner, die den Blitzableiter von Diviš heruntergerissen haben. Lassen Sie sich von ihr ausschimpfen, rät ein tschechischer Schriftsteller."

Worüber wir mit Leoš gesprochen haben

Der Schriftsteller und Autor zahlreicher Romane und Erzählbände Leoš Kyša gehört in Tschechien zu den mutigsten literarischen Anwendern von KI. Statt sie zu fürchten oder abzulehnen, macht er sie zu seinem zweiten Lektor, Kritiker und kreativen Partner. Und er spart nicht mit bildreichen Vergleichen:

„Die Angst der heutigen Schriftsteller vor KI erinnert mich an die unglücklichen Dorfbewohner, die den Blitzableiter von Prokop Diviš von der Pfarrkirche herunterrissen."
Leoš Kyša, CzechCrunch

Und auf die Frage, ob KI Schriftsteller ersetzen wird:

„KI schreibt Ihnen keinen Roman, das kann sie schlicht noch nicht. Aber sie kann Sie in die richtige Richtung anstoßen."
Leoš Kyša

Leoš Kyša und Jan Tyl auf CzechCrunch Future. Foto: Thomas Habr / CzechCrunch

Leoš ließ sich von einer KI-Agentin eines seiner Manuskripte bewerten — und nahm das überraschend strenge Feedback ernst:

„Diese KI-Agentin gab mir 65 von 100 Punkten…"
Leoš Kyša

Zur Diskussion, ob KI Autoren ihren Stil „stiehlt", scheute er kein Augenzwinkern:

„Wenn KI schon etwas über Sex mit Dämonen lernen muss, ist es nur gut, dass sie es von mir lernt."
Leoš Kyša

Und ein ernsterer Moment — warum man KI nicht dämonisieren sollte:

„Menschen schreiben die ganze Zeit voneinander ab. Künstliche Intelligenz arbeitet schlicht genauso wie unser Gehirn."
Leoš Kyša

Was wir aus unserer Sicht beigetragen haben

Aus Alpha Industries habe ich die Perspektive eingebracht, warum KI beim Schreiben anders funktioniert als in den meisten anderen kreativen Tätigkeiten. Der Schlüssel liegt darin, dass Autor und Leser denselben Text nicht gleich erleben:

„Das Gehirn des Autors weiß, dass es sich etwas ausdenkt, und lässt die Details daher leicht aus dem Kopf. Der Leser nimmt den Text jedoch als Realität wahr — und genau dort kann KI helfen aufzudecken, was im Text fehlt, was nicht passt, was den Leser aus der Geschichte wirft."
Jan Tyl, Alpha Industries

Und zur Frage, wie KI die Rolle des Autors verändert:

„Sie können das System eine Banküberfall-Szene aus der Perspektive eines pensionierten Polizisten schreiben lassen und dann aus den Augen einer Romanautorin. Plötzlich sehen Sie dieselbe Szene durch drei verschiedene Köpfe — und Sie als Autor wählen aus, was davon wirklich Wert hat."
Jan Tyl

CzechCrunch Future — Bühne und Publikum. Foto: Thomas Habr / CzechCrunch

Der Kerngedanke, den wir mitnehmen

Was sich mit Leoš immer wieder bestätigt, ist eine einfache These:

Künstliche Intelligenz ist nicht der „Schreib-mir-ein-Buch"-Knopf. Sie ist ein Werkzeug, das aus Autoren eher Regisseure macht — und aus jedem von uns einen Menschen, der lernen muss, bessere Fragen zu stellen.

Genau das ist der Witz. KI verändert die Welt nicht, indem sie etwas an Ihrer Stelle schreibt. Sie verändert sie, indem sie Ihnen Ihren eigenen Text aus einem Blickwinkel zeigt, den Sie selbst nie gesehen hätten.


📖 Den ganzen Artikel lesen Sie auf CzechCrunch: KI-Gegner sind wie die Dorfbewohner, die den Blitzableiter von Diviš heruntergerissen haben

Fotos: Thomas Habr / CzechCrunch · Artikel von: Michaela Prešinská · Erschienen am 26. 4. 2026.

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